| ||||||||
|
Kuba-Informationen aus erster Hand Dr. Sánchez würdigte auch die Unterstützung der "Miami 5 | ||||||||
|
Es war die bestbesuchte DKP-Veranstaltung seit Jahren in Bad Kreuznach: Dreißig Mitglieder und Freunde, Genossen der PDL und andere Interessierte ließen sich von Dr. Yosvany Sánchez Robaina über Kuba informieren. Der 38-jährige Arzt ist als Mitarbeiter der Asamblea Poder Popular in Matanzas für die internationale Zusammenarbeit zuständig. Dabei koordiniert er auch internationale Hilfsprojekte wie jene der DKP, die in dieser Provinz mit Spendengeldern und tätiger Mithilfe zahlreicher Solidaritätsbrigadisten fünf Gesundheitseinrichtungen aufbaute. In einem kurzen Abriss schilderte er die revolutionären Veränderungen seit dem Sieg der Revolution vor 50 Jahren. Er hob hervor, dass auch in der schwierigen Periode nach dem Zusammenbruch des Sozialismus in Europa Gesundheit und Bildung für alle Kubaner kostenlos zugänglich blieben. Derzeit hilft Kuba 33 Staaten der Welt durch die Ausbildung von 23 000 Medizinstudenten und den Einsatz eigenen medizinischen Personals in deren Heimatländern beim Aufbau ihrer Gesundheitswesen. Gab es 1959 überhaupt nur 41 Schulen im Land, findet heute allein an 169 Orten Hochschulausbildung statt. Voller Dankbarkeit schilderte Genosse Yosvany die vielfältige internationale Hilfe für sein Land, das 2008 von drei Wirbelstürmen verwüstet wurde. Auch die weltweite Unterstützung für die fünf in den USA inhaftierten Patrioten würdigte er und wies darauf hin, dass die Herrschenden in den USA unter dem Deckmantel des "Kampfes gegen den Terrorismus" völkerrechtswidrige Kriege führen und gegen Kuba agierende Terrorgruppen unterstützen. Anschließend beantwortete er zwei Stunden lang kompetent die Fragen der Veranstaltungsteilnehmer, darunter Migranten aus der Türkei, dem Iran und Lateinamerika. Die Themen reichten von der US-Blockade über das Problem zweier Währungen bis hin zur ideologischen Arbeit mit Jugendlichen. Zum Schluss konnten rund einhundert Euro Solidaritätsspende gesammelt werden, wobei die Teilnehmer schon manchen Euro am Stand der Idar-Obersteiner Kuba-Solidaritätsinitiative gelassen hatten für Kaffee, Rum und andere fair gehandelte Waren von der Insel. Zur Erinnerung an seinen Besuch in jener Stadt, in der am 19. Juni 1843 Karl Marx und Jenny von Westphalen heirateten, überreichten die DKP-Mitglieder von der Nahe ihrem Gast eine Kopie der Heiratsurkunde. Julia Monossowa | ||||||||