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| Gerardo im "Loch" | ||||||||
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Laut Prensa Latina vom 28. Juli 2010 hat Ricardo Alarcón, der Präsident der kubanischen Nationalversammlung "im Vorfeld der fünften Sitzungsperiode der siebten Legislaturperiode des kubanischen Parlaments in Havannas Palacio de Convenciones" auf die aktuell einmal wieder besonders gefährdete Lage Gerardos im Zuchthaus von Victorville, Kalifornien, aufmerksam gemacht. Er soll dort ja "zweimal lebenslänglich, plus 15 Jahre" verbüßen, vor allem wegen angeblicher "Verschwörung zum Mord" in dem von der Staatsanwaltschaft hergestellten Zusammenhang mit dem Abschuss zweier Flugzeuge von "Brothers to the Rescue" seitens der kubanischen Luftabwehr am 24.02.1996. Alarcón berichtete, dass Gerardo momentan in Isolationshaft, dem "Loch" sei, in einer sehr kleinen Zelle ohne Luftaustausch außer einem kleinen Loch im oberen Teil der Zellenwand, die er mit einem anderen Insassen teile. "Die US-Regierung weiß, dass Gerardo mehrere gesundheitliche Beschwerden hat, weshalb er seit April eine ärztliche Untersuchung fordert," sagte Alarcón und dass ihm erst am 20. Juli ein Arztbesuch gewährt worden sei. Am nächsten Tag sei er trotz der Tatsache, dass bei ihm mehrere noch unbehandelte Probleme festgestellt wurden, ins "Loch" gekommen, eine zwei Meter lange und einen Meter breite Zelle, in der die Temperatur 35°C erreichen kann. "Gerardo scheint Probleme mit Bakterien zu haben, die laut Aussage des Arztes, der ihn untersuchte, bei den Gefängnisinsassen, bei einigen sehr schwer davon betroffenen Fällen, kursierten, obwohl man nicht weiß, ob das auch auf ihn zutrifft, weil noch keine Tests an ihm vorgenommen wurden." Er scheine auch Probleme mit seinem Blutdruck zu haben. Alarcón erinnerte daran, dass Gerardo zwar ein junger, gerade 45-jähriger Mann sei, sich aber seit 12 Jahren unter sehr schwierigen, angespannten Verhältnissen befinde. "Wir haben beim US-Außenministerium Protest eingelegt und keine Antwort erhalten." Er mahnte an, dass Gerardo ohne Kommunikation mit seinen Anwälten sei, und das ausgerechnet zu einer Zeit, da sein Prozess weitergeführt werde. Diese Situation habe sich während des gesamten Instanzenweges konstant wiederholt. "Gerardo sollte mit seinen Anwälten an den Beweisen arbeiten, die den ´Habeas Corpus´ belegen. Das weiß die US-Regierung, und noch ist er bis zum jetzigen Moment ohne Kontakt mit seinen Anwälten, ohne Korrespondenz, vollkommen isoliert, und dazu kommt, dass er krank ist, was seine physische Unversehrtheit gefährdet," sagte Alarcón. Wir möchten daran erinnern, dass einer der Anwälte im Verteidigerteam der Fünf, denen jetzt der Zugang zu Gerardo verwehrt wird, Leonard Weinglass ist, der schon Anfang der 1970er Daniel Ellsberg wegen dessen Übergabe der geheimen "Pentagon Papers" an die Presse erfolgreich verteidigte. Die nachfolgenden US-Administrationen scheinen aus dem Fall gelernt und sich die damals und noch immer so genannte freie US-Presse inzwischen dienstbar gemacht und zu überwiegendem Schweigen gebracht zu haben. Darüber hinaus sind ihnen im Falle Kubas und Lateinamerikas insbesondere die mächtigen exilkubanischen Organisationen bei der Verbreitung von Desinformation behilflich, was die Glaubwürdigkeit kubanischer Quellen untergräbt. Tatsächlich scheinen sie es geschafft zu haben, bei der überwiegenden Mehrheit in der westlichen Welt, den Eindruck zu erwecken, die Fünf hätten für einen "totalitären Staat" gearbeitet und verdienten es daher nicht besser. Aber offiziell gibt es im "US-Rechtsstaat" noch Gesetze wie den "Freedom of Information Act", den momentan das nationale US-Komitee in Anspruch nimmt, um noch weitere Beweise für die von der US-Regierung bezahlten Journalisten bei der Berichterstattung über den Fall der Fünf vorlegen zu können. Und wie auch wikileak gerade mit der Veröffentlichung über die Zustände im Afghanistankrieg bewiesen hat, gibt es doch noch Schlupflöcher für "Whistleblowers", die dann die von der US-Administration so gefürchtete öffentliche Meinung erreichen. Josie und Dirk Brüning | ||||||||