unsere zeit - Zeitung der DKP11. November 2011

Aktionen, Erfahrungen, Ideen

Freiheit für die Fünf!
Solidaritätsaktion für die "Cuban 5" im Stadion von St. Pauli

Angefangen mit einer Veranstaltung mit der Kubanerin Lien Alfonso zu Aufgaben der Solidarität mit dem sozialistischen Kuba hat die DKP Hamburg gemeinsam mit anderen Gruppen und Organisationen mit Aktionen und Aktivitäten rund um die Cuban 5 begonnen. Rund um das FC St. Pauli Heimspiel gegen den FSV Frankfurt am 23. Oktober wurde mit einer Flugblattaktion und Unterschriftensammlung auf die Situation der fünf Kubaner in US-Knästen aufmerksam gemacht. Auch im Stadion wurde mit zwei Transparenten jeweils vor dem Anpfiff der beiden Halbzeiten Öffentlichkeit geschaffen. Politische Slogans und Mobilisierung haben auf St. Pauli eine lange Tradition, sei es die Unterstützung der Hafenstraße, die Mobilisierung gegen den Rechtspopulisten Schill oder auch die Aktivitäten zum Bauwagenplatz Bambule. Heute stand neben Kuba auch das Recht auf Stadt im Mittelpunkt der Performance der Südtribüne.

Der Verein FC St. Pauli zeigte in den letzten Jahren eine enge Verbundenheit mit Kuba, so fand im Januar 2005 ein Trainingslager des damaligen Drittligisten auf Kuba statt. Neben Fußball standen auch die sozialen Errungenschaften und der kulturelle Austausch auf der Tagesordnung. Auf Initiative von Benny Adrion - damals Spieler beim FC St. Pauli - wurde das Projekt "Viva con aqua" ins Leben gerufen, das sich zur Aufgabe gesetzt hat, Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Es gab und gibt Projekte auf Kuba, in Lateinamerika, Asien und Afrika (www.vivaconagua.org). Sportlich kann die Kubanische Nationalmannschaft dem FC St Pauli aber nicht das Wasser reichen, im Juli 2008 verlor Kuba gegen FC St. Pauli 7 zu 0.

In den nächsten Monaten wollen wir weitere Aktionen, Veranstaltungen und Diskussionen zur den Cuban 5 anbieten, denn nur eine breite internationale Solidaritätsbewegung kann die US-Administration unter Druck setzen, die fünf Kubaner frei und nach Kuba ausreisen zu lassen.

TS


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