unsere zeit - Zeitung der DKP2. Juni 2006

Aktionen, Erfahrungen, Ideen

Veranstaltungen zum Tag der Befreiung
von Krieg und Faschismus

Moskau in den Mai-Tagen 2006

Einige Mai-Tage in Moskau weilend, nahmen wir an zahlreichen Veranstaltungen zum Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus teil. Der strahlend blaue Himmel am 9. Mai und das heitere Frühlingswetter konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele dramatische gesellschaftspolitische und soziale Probleme in Russland gelöst werden müssten.

Auf der Großkundgebung der KPRF in Moskau zum Tag des Sieges geißelten Kriegsveteranen in scharfen Worten die Politik der Herrschenden und Regierenden. Sie erklärten u. a., dass sie gehofft hatten, dass der Zweite Weltkrieg der letzte Krieg in der Geschichte der Menschheit gewesen sei. Es liege nicht in ihrer Verantwortung, dass die ehemaligen Alliierten den Kalten Krieg, eine Vielzahl heißer und blutiger lokaler Kriege entfesselt hätten. Der Kalte Krieg gehöre nicht der Vergangenheit an, seine Aktionen hießen jetzt nur "Reformen". Oberstleutnant i. R. Dawlet Kalandarow erklärte: "Wir, Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges, haben nicht nur das faschistische Deutschland und seine Satelliten besiegt, sondern auch unser Land wieder aufgebaut, einen atomaren Schutzschild geschaffen und waren als erste in der Welt im Kosmos. Und heute, da wegen der kurzsichtigen Politik des herrschenden Regimes die NATO-Truppen an unserer Grenze stehen, hoffen wir auf unsere Jugend und sind überzeugt, dass die Generation der Sowjetmenschen der 70er und 80er die Stafette des Sieges aus unseren Händen übernehmen wird." Olga Andrejewa vom Russischen Frauenverband schlug den Kundgebungsteilnehmern und der russischen Öffentlichkeit an Stelle der so genannten vier nationalen Projekte Präsident Putins das Projekt "Retten wir Russland" vor.

In einem vom 11. Mai 2006 datierten Kommentar der "Prawda", der dreimal wöchentlich erscheinenden Zeitung der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation, hob das Mitglied des Präsidiums und Sekretär des ZK der KPRF, Oleg Kulikow, hervor, dass die KPRF ihre Bemühungen zur Herstellung eines konstruktiven Dialogs zwischen allen linken und progressiven Kräften des Planeten fortsetzt.

Bei einer freundschaftlichen Begegnung mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der KPRF, dem Vizepräsidenten der Staatsduma und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden, Nikolai Kupzow, und Andrej Filippow, Verantwortlicher für internationale Beziehungen der KPRF, wurde auf die schwierige Situation der KPRF hingewiesen, die sich immer wieder nationalen und internationalen antikommunistischen Kampagnen ausgesetzt sieht.

Karl Heinz und Walborg Schröder wurden während ihres Besuches in Moskau anlässlich des 61. Jahrestages des Sieges mit der Medaille des ZK der KPRF "100. Geburtstag Musa Dschalils" (des in Plötzensee hingerichteten sowjetisch-tatarischen Dichters und Widerstandskämpfers) ausgezeichnet. Sie erklärten: "Wir nehmen diese Auszeichnung stellvertretend für die Kommunistinnen und Kommunisten in der Bundesrepublik Deutschland in Würdigung ihres Kampfes für Frieden, Antifaschismus und soziale Gerechtigkeit entgegen."

Karl Heinz Schröder


Bild anzeigenKarl Heinz und Walborg Schröder werden durch den stellvertretenden Vorsitzenden des Russischen Komitees der Kriegsveteranen, General Bogdanow, mit der Ehrenmedaille "Für aktive Teilnahme an der Veteranenbewegung" ausgezeichnet.


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