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Der geheime Rotbannerorden "Kaukasische Novelle" von Eberhard Panitz | ||||||||
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Der unbekannte Soldat der Revolution ist gefallen. Panitz sein neues Buch, dem er dieses Wort von Bert Brecht voranstellte und dem er den Titel "Der geheime Rotbannerorden" gab. Es ist die Geschichte des Siegfried (Siggi) Fink, der in der Illegalität gegen das Nazi-Regime kämpfte, im Kaukasusfeldzug zu den sowjetischen Partisanen überlief und an ihrer Seite kämpfte, von dem es hieß, er sei dafür mit dem Rotbannerorden ausgezeichnet worden. Nach dem Krieg verliert sich seine Spur, obwohl sowjetische Genossen sagen, er habe den Krieg überlebt. Die Suche seiner Freunde nach ihm ist ein Streifzug durch Zeit und Geschichte. Das erinnert an Geschichten von der Puppe in der Puppe ... "Der geheime Rotbannerorden" ist im Grund ein Buch voller Geschichten und zugleich ein Geschichtsbuch im besten Sinne. Zeitzeugen wie Ernst Jünger und Konstantin Simonow kommen zu Wort und lassen das erbitterte Ringen um Kaukasus und Öl lebendig werden. Wo aber ist Siggi Fink? Wurde er wirklich in Wien gesehen, oder wieder im Kaukasus? Kämpft der frühere Partisan nun an einer anderen Front? Panitz gelingt es, Alltagsgeschichten mit großen zeitgeschichtlichen Themen zu verknüpfen. Zum Beispiel mit dem Anteil deutscher Wissenschaftler wie Manfred von Ardenne und Max Steenbeck bei der Durchbrechung des US-amerikanischen Atomwaffenmonopols. Der Autor bietet viel Stoff zum Mitdenken, zum Nachdenken, spannender als mancher Krimi. Das macht die "Kaukasische Novelle" zur lesens- und bedenkenswerten Lektüre. Hubert Reichel Eberhard Panitz, Der geheime Rotbannerorden. Kaukasische Novelle, Verlag Wiljo Heinen, 253 Seiten, broschiert, 10 Euro | ||||||||