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Gemeinsam gegen Nazis in Eutin Aufbau rechter Strukturen verhindern | ||||||||
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Zu einer gemeinsamen Veranstaltung am 17. März hatte die DKP Lübeck-Ostholstein, die VVN-BDA Ostholstein/Plön, der SDAJ-Landesverband Schleswig-Holstein, das Linksbündnis e. V. und der Landesverband Schleswig-Holstein der Partei "Die Linke" eingeladen. Als Gast für eine Lesung aus ihrem Buch "Und Morgen - Die Extreme Rechte in Sachsen" war Kerstin Köditz, MdL in Sachsen und Sprecherin für antifaschistische Politik der Fraktion der Partei "Die Linke" Sachsens eingeladen. Trotz eines Medienboykotts durch die örtliche Presse kamen rund 30 Zuhörer, davon überwiegend Jugendliche. Über die Situation in Sachsen und wie sehr die Strukturen der NPD Bestandteil des Alltags in diesem Bundesland sind, führte Kerstin Köditz aus: "Zivilcourage ist wichtig, ebenso eine funktionierende Zivilgesellschaft. Aber selbst wenn beides vorhanden wäre, könnte damit allein der Aufstieg der NPD nicht gestoppt werden. Der ´Aufstand der Anständigen´ bleibt Stückwerk ohne den ´Aufstand der Zuständigen´. Der allerdings ist in Sachsen die Ausnahme. Stück für Stück verankert sich die extreme Rechte in der Mitte der Gesellschaft. Auf der Straße, in den Köpfen, in den Parlamenten ..." Kerstin Köditz dokumentiert und analysiert das Agieren der Neonazis und der Gegenwehr. Sie berichtete über Strategie, Positionen und Personen der extremen Rechten. Sie weiß: Je weniger links die Linke ist, desto rechter wird die Rechte. In der anschließenden Diskussion wurde herausgearbeitet, dass diese Strukturen der NPD in Ostholstein bzw. Eutin verhindert werden müssen. Anwesende junge Antifaschisten berichteten von Werbung der NPD an zwei Eutiner Schulen und zahlreichen Nazi-Schmierereien in Eutin. Gemeinsam wurde besprochen, sich zu treffen und über weitere Strategien und Bündnisse zu diskutieren. V. R. | ||||||||